Haufenwolke

Cumulus

Haufenwolken sind einzelstehende, strahlend weiße Ballen mit scharf gezeichneten, blumenkohlartigen Köpfen und ausgeprägt flacher Unterseite. Es sind die Wolken, die Kinder malen, das klassische Zeichen eines schönen Tages — und der Keim, aus dem Gewitter wachsen.

Cu
Typische Höhe
Untergrenze typisch 600–2.000 m, Oberseite deutlich höher
WMO-Abkürzung
Cu
Höhenstockwerk
Wolken mit vertikaler Entwicklung
Auch genannt
Schönwetterwolke

Woran du sie erkennst

  • Einzelstehende, klar abgegrenzte Ballen mit scharfen Rändern, durch blauen Himmel getrennt.
  • Eine flache, waagerechte Untergrenze — alle Haufenwolken am Himmel liegen etwa auf derselben Höhe und markieren das Kondensationsniveau.
  • Strahlend weiße, sonnenbeschienene Köpfe mit blubbernder Blumenkohlstruktur und merklich dunklerer Unterseite.
  • Scharf umrissen statt verwaschen. Werden die Ränder weich und faserig, geht die Wolke in einen Cumulonimbus über.

Welches Wetter sie ankündigt

  • Kleine, flache Haufenwolken mit mehr Blau als Wolke (Cumulus humilis) sind die Definition von Schönwetter — die klassische „Schönwetterwolke“.
  • Wachsen die Wolken im Tagesverlauf höher als breit (Cumulus congestus), ist die Atmosphäre instabil und Schauer sind wahrscheinlich.
  • Verliert der knackige Blumenkohlkopf seine scharfe Kontur und wird faserig oder amboßförmig, ist daraus ein Cumulonimbus geworden und ein Gewitter entwickelt sich.

So fotografierst du sie

  • Fotografiere am frühen bis mittleren Nachmittag, wenn die Tageserwärmung die Wolken in ihre schönste Form gebracht hat.
  • Nutze Seitenlicht statt Gegenlicht. Es arbeitet die plastische, blubbernde Struktur der Köpfe heraus.
  • Ein Polfilter vertieft das Himmelsblau und lässt die weißen Ballen deutlich hervortreten.
  • Nimm einen tiefen Horizont ins Bild, damit die flachen Unterseiten als waagerechte Linie durchs Bild laufen.

Wissenswertes

  • Eine typische mittelgroße Haufenwolke wiegt rund 500.000 kg — etwa so viel wie hundert Elefanten — und wird allein von aufsteigender Luft getragen.
  • Die flache Unterseite markiert exakt die Höhe, in der aufsteigende Luft auf ihren Taupunkt abkühlt. Deshalb liegen alle Haufenwolken am Himmel auf derselben Ebene.
  • Segelflieger lesen Haufenwolken wie eine Karte unsichtbarer Aufwinde und fliegen von einer zur nächsten, um stundenlang ohne Motor in der Luft zu bleiben.

Leicht zu verwechseln mit

Häufige Fragen

Bedeuten Haufenwolken schönes Wetter?

Kleine, flache schon. Cumulus humilis — breiter als hoch, mit viel Blau zwischen den Wolken — ist das klassische Schönwettersignal. Beobachte sie aber im Tagesverlauf: Wachsen sie weiter in die Höhe, können sich daraus Schauer oder Gewitter entwickeln.

Warum haben alle Haufenwolken einen flachen Boden?

Weil die Untergrenze das Kondensationsniveau markiert — die Höhe, in der aufsteigende Luft so weit abgekühlt ist, dass Wasserdampf kondensiert. Diese Höhe ist innerhalb einer Luftmasse praktisch überall gleich, deshalb liegen alle Wolkenböden auf einer Linie.

Wann wird aus einem Cumulus ein Cumulonimbus?

Sobald er seine scharfe Kontur verliert. Solange der Blumenkohlkopf klar umrissen ist, handelt es sich noch um Cumulus. Vereist der Kopf zu Eiskristallen, wird er faserig und weich und breitet sich oft zu einem Amboß aus — ab da ist es ein Cumulonimbus und Blitze sind möglich.

Nicht sicher, was du da siehst?

Richte dein iPhone zum Himmel und lass Wolken ID die Wolke benennen — mit drei bewerteten Kandidaten und der Begründung für jeden davon.

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